
Biodiversität und städtische Landschaften

JAHR
2022
LEITUNG -
Anne Brandl
Luis Hilti
PARTNER -
Gemeinde Vaduz
INSTITUTION
Universität Liechtenstein
Biodiversität wird nicht nur von der Architektur vernachlässigt; sie ist ein Opfer der meisten zeitgenössischen Entwurfsmethoden. Wir glauben, dass ein Paradigmenwechsel notwendig ist und dass dieses Thema ein integraler Bestandteil der architektonischen Ausbildung und Praxis werden muss.

In diesem Studio entwickelten die Studierenden Konzepte für die ökologische Infrastruktur des Dorfes als Ganzes und für ein spezifisches Grundstück, das als Sprungbrett für nicht-menschliche Wesen in einer überwältigend vom Menschen dominierten Umgebung gedacht war.
Die Studierenden präsentierten konzeptionelle Karten und Modelle, die die bestehende Biodiversität in Vaduz hervorgehoben sowie Bereiche gezeigt, in denen es an dieser mangelt.


Studenten schlugen architektonische und landschaftliche Entwürfe sowie radikale Eingriffe wie „Biodiversitätsbomben“ vor, um der fortschreitenden Degradation des Lebens in städtischen Gebieten entgegenzuwirken.
Im Rahmen des Semesters lernten die Studierenden, partizipative Prozesse in ihre Designprojekte zu integrieren. Sie entwarfen und führten Workshops mit den menschlichen Nutzern des Raums durch: Grundschulkinder.
Die Forschung zu der Beziehung zwischen Architektur und den Räumen nicht-menschlicher Wesen befindet sich noch in den Kinderschuhen. Biodiversität muss ein integraler Bestandteil des Curriculums in jedem zukünftigen architektonischen Ausbildungsprogramm werden.


